Wenn man die politischen Äußerungen von Vanessa Emde an den Schriften der sozialistischen Vordenker Karl Marx, Friedrich Engels oder Wilhelm Liebnecht sowie an denen der Hauptvertreter der „Frankfurter Schule“ (Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Herbert Marcuse, Erich Fromm oder Walter Benjamin) misst, müsste man ihr das Etikett „links“ ohne Wenn und Aber absprechen. Und die Partei „Die Linke“ sollte sie ohne jede Verzögerung aus ihren Reihen ausschließen, ja davonjagen. Denn diese Frau zündelt an den Grundwerten des Humanismus und der Demokratie. Und nicht zuletzt an denen des demokratischen Sozialismus.
Sie ist hervorgegangen aus jenem völkischen Feminismus, der die Geschlechter nach dem Vorbild der Nazis zu Lasten von Frauen hierarchisiert, also zu Anhängseln degradiert, was allein schon an ihrem Sprachgebrauch deutlich wird (*in / *innen). Und als ob so viel Ignoranz und gesellschaftliche Bewusstlosigkeit nicht schon ausreichen würden, dümpelt Vanessa Emde auch in den Sümpfen palästinensischer Clans.
Die haben zusammen mit arabischen Warlords die eigene Bevölkerung domestiziert. Darum war es in 80 Jahren nicht möglich, auch nur im Ansatz demokratische Strukturen aufzubauen. Die Widerwärtigkeit des religiösen Rassismus islamischer Provenienz offenbarte sich beim Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023. Wer hier relativiert, wie Frau Emde das tut, ist Antisemit und Faschist.
Der Links-Hegelianer Marx hat der Religion vor 200 Jahren die Grenzen aufgezeigt (ähnlich wie Ludwig Feuerbach, Max Stirner und David Friedrich Strauß): „Die Religion ist das Selbstbewusstsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben oder schon wieder verloren hat. […] Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.“ Die Berliner Linke und die Linke im Bund sollten der Verbreitung solchen Rauschgifts keinen Raum geben. Falls sie das schaffen, würden sie regierungsfähig werden.
Weil die Regierenden seit Jahren hinweggesehen haben, ist Berlin vor die Hunde gegangen. Und das zeigt sich an der Wohnsituation unzähliger Bürger. Die großen Wohnungsgesellschaften handeln mit Wohnraum als wäre er ein Luxusgut und kein elementarer Teil des täglichen Lebens. Gegen ein Unternehmen, Vonovia, laufen am Firmensitz Bochum seit Jahren Prozesse. Die Chronik liest sich wie eine Kriminalgeschichte. Mal wurden Mieter betrogen mit bewusst gefälschten Abrechnungen, mal wurde ein Vorstandsmitglied mit einer überhöhten Abfindung verabschiedet, die zu Lasten der Mieter und nicht der Aktionäre ging. Bei Wartung und Reparatur der Wohnungen scheint Vonovia besonders zu sparen und ihre Mieter zu übervorteilen. Alles kam in den Prozessen zur Sprache, in denen die Richter vielfach von Betrug und Korruption ausgingen. Die vorläufig letzte Entscheidung fiel im März 2026.
Generell gilt auf dem Wohnungsmarkt, der eigentlich kein Markt sein dürfte, dass hier Massen an Schwarzgeld zu Betongold gewaschen werden.
CDU und SPD haben in Berlin jahrelang akzeptiert, was nicht akzeptabel ist. Dafür handelten sie sich einen Volksentscheid ein, der mehrheitlich für die Verstaatlichung von Wohnungskonzernen votierte.
Die Linke eignete sich als Katalysator einer gerechten Politik. Denn wenn die neue Regierung ebenfalls versagt, könnten französische Verhältnisse drohen.
Klaus Philipp Mertens

