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Archiv "Vom Geist der Zeit" | Gesellschaft und Politik

Die friedensbewegte Sahra Wagenknecht verhandelt mit Adolf Hitler über ein Ende des Zweiten Weltkriegs

Aus der virtuellen Geschichtsreihe „Was wäre, wenn …?“ Eine Satire

Revisionistische Geschichtsfälschung durch den US-Historiker David Hoggan © Verlag der deutschen Hochschullehrer-Zeitung, Tübingen

 

Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der „Bewegung schweigendes Westeuropa - BsW“, wurde auf ihren Wunsch vom Führer zu einem Gespräch in der Berliner Reichskanzlei empfangen. Dieses fand am 6. Dezember 1943 statt. Frau Wagenknecht lebt in der Schweiz. Sie ist mit einem Mandat der Feindmächte ausgestattet und soll erkunden, unter welchen Bedingungen sich das Großdeutsche Reich auf eine Einstellung der Kriegshandlungen in Europa einlassen könnte.
 

Wagenknecht: Heil, mein Führer!
 

Der Führer: Ich begrüße Sie in der Hauptstadt Großdeutschlands.
 

Wagenknecht: Seit mehr als einem halben Jahr bombardieren amerikanische und britische Luftstreitkräfte deutsches Gebiet. Unter diesen Terrorangriffen leidet vor allem die deutsche Zivilbevölkerung. Ganz zu schweigen von dienstverpflichteten Ausländern. Aber auch wichtige Industrieanlagen sind betroffen. Das hat Auswirkungen auf den Kampf der Wehrmacht gegen den Bolschewismus. Mir und meinen politischen Freunden geht es aber in erster Linie um den Frieden. Es sollen nicht noch mehr Menschen sterben. Dazu müssen sämtliche Instrumente der Diplomatie genutzt werden.
 

Der Führer: Der Terror der amerikanischen Plutokraten und des mit ihnen verbündeten perfiden Albions wird den deutschen Endsieg nicht verhindern können. Aber er führt dazu, dass wir unsere Kräfte im Kampf gegen den Bolschewismus nicht so bündeln können, wie es notwendig wäre. Ein Friede in Großdeutschland und seinen Protektoraten wäre deswegen wünschenswert. Zumal viele Kriegsziele längst erreicht sind. Wir haben uns erfolgreich gegen geplante Invasionen gewehrt. Großdeutschland kann sich jetzt vergleichen mit den Territorien des Kaiserreichs und der Donaumonarchie.
 

Wagenknecht: Mein Führer, was sind Ihre Mindestvoraussetzungen für einen Waffenstillstand, der dann zur Grundlage einer Friedensordnung werden könnte.
 

Der Führer: Die derzeitigen Grenzen Großdeutschlands sind in internationalen Verträgen festzuschreiben. Das bedeutet auch die Zugehörigkeit der eroberten Länder zum Reich. Also Polen, das Baltikum, die Ukraine und russische Gebiete westlich einer Linie Leningrad, Moskau, Stalingrad. Die Niederlande, Belgien und Frankreich erhalten eine Teilautonomie unter der Voraussetzung, sich großdeutschen Interessen unterzuordnen. Und: Die Wehrmacht wird sich aus den genannten Ländern nicht zurückziehen. SS, Gestapo und SA bleiben unangetastet.
 

Wagenknecht: Das wäre ein wundervoller Frieden. Die Menschen würden es Ihnen, mein Führer, danken. Wie gestaltete sich in diesem Rahmen die Endlösung der Judenfrage?
 

Der Führer: Im Altreich ist das Judentum besiegt, von ihm geht keine Gefahr mehr aus. In den Protektoraten wäre zu überlegen, ob man den Juden einen Aufenthaltsstatus zuerkennen sollte, da sie staatenlos sind. Sie würden als eingewanderte Arbeitskräfte definiert und hätten sich durch Arbeitsleistung zu bewähren. Sie wohnten in spezifischen, selbstverwalteten Lagern. Eine Fraternisierung zwischen Juden und Deutschen bliebe aber auch weiterhin ausgeschlossen. Dadurch würden wir auch entschieden der Lüge entgegentreten, in den Konzentrationslagern fände die systematische Ermordung der Juden statt. Mir ist bekannt, dass es in Einzelfällen zu Seuchen in den Lagern gekommen ist, in deren Folge viele Juden starben. Die Ursache war mangelhafte Hygiene, die für das Ostjudentum typisch ist Wir hätten sie gern weiterhin als Arbeitskräfte eingesetzt.
 

Wagenknecht: Ich bin überwältigt von dem Gedanken an Frieden. Und ich habe den Eindruck, dass Sie, mein Führer, das auch sind. Verhandeln lohnt sich immer, es ist besser als zu schießen und zu sterben. Davon werde ich meine Auftraggeber unverzüglich in Kenntnis setzen. Vielen Dank für dieses Gespräch.
 

 

Das vollständige Protokoll dieses Gesprächs erscheint in der Wochenzeitung „Das Reich“. Der Minister für Volksaufklärung und Propaganda, Joseph Goebbels, schreibt dazu einen einleitenden Essay.

 

 

Klaus Philipp Mertens