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KulturNachrichten

Hessen blockiert Bundesmittel für die Beratung der Opfer rassistischer Gewalt

Beratungsstelle "response" der Bildungsstätte Anne Frank wendet sich an die Öffentlichkeit

Wir zitieren aus der Pressemitteilung der Beratungsstelle Anne Frank:
 

„Das hessische Innenministerium blockiert die Soforthilfe des Bundes für response nach dem rassistischen Anschlag in Hanau.
 

Das Land weigert sich, diese Mittel für die Bezahlung der Berater freizugeben. Ohne Not wurde eine “Zweckbindung für Sachmittel” an die Verwendung gekoppelt. Mehr als vier Monate nach dem schlimmsten Terroranschlag der Landesgeschichte wartet response noch immer auf das Geld.

Die Mitarbeiter sind seit dem Attentat ununterbrochen in Hanau tätig. Diese zusätzliche Arbeit kann nicht mit „Sachmittel“ bezahlt werden. Die Hinterbliebenen in Hanau brauchen keine neuen Kugelschreiber oder Schreibtische. Sie brauchen menschliche Ansprache - und qualifizierte Berater.

Diese Blockade seitens des Innenministeriums ist ein bürokratisches Druckmittel gegen die Arbeit von response, die dem Ministerium in der Vergangenheit immer wieder als zu kritisch erschien – weil response den Umgang der Polizei mit Rechtsextremismus und Rassismus in den eigenen Reihen kritisierte.“

 

Die vollständige Pressemitteilung von response können Sie in unserem Download-Bereich herunterladen.