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Aktueller Bürger-Newsletter des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)

EU-Kommission sieht Verstöße bei Meta gegen den Digital Markets Act - Zwei Sicherheitslücken bei Google Quick Share - Mehrere Sicherheitslücken bei WordPress - BSI-Warnung vor Kaspersky-Virenschutzsoftware bleibt relevant - Suchen Sie noch die Frequenz oder streamen Sie schon? - IT-sicher in den Sommerurlaub

 

EU-Kommission sieht Verstöße bei Meta gegen den Digital Markets Act

 

Geld oder Daten – die Nutzenden sozialer Netzwerke vor diese Wahl zu stellen, verstößt mutmaßlich gegen europäisches Verbraucherschutz- und Wettbewerbsrecht. In einer vorläufigen Stellungnahme wirft die EU-Kommission dem Meta-Konzern vor, mit seinem für Facebook und Instagram eingeführten Bezahlmodell die Preisgabe persönlicher Informationen von den Nutzenden zu erzwingen. Durch die erhobenen Datenmengen verschaffe sich Meta darüber hinaus einen unzulässigen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenzunternehmen. Bereits im Frühjahr hatte der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) das Abo-Modell aus Verbraucherschutzgründen für unzulässig erklärt.

 

 

Zwei Sicherheitslücken bei Google Quick Share

 

Quick Share ermöglicht Nutzenden die drahtlose Datenübertragung zwischen Geräten, die die Software installiert haben. Eine nun aufgedeckte Sicherheitslücke erlaubt es, den Annehmen-Dialog in Quick Share für Windows zu umgehen und eine Datei ohne Nutzerbestätigung zu senden. Eine weitere Schwachstelle macht es Angreifenden möglich, sich via temporärem WLAN-Hotspot in eine Man-in-the-Middle-Position zu bringen und sich damit unrechtmäßig in die Kommunikation zwischen den Geräten bzw. Nutzenden einzuschalten. Ein Update auf die Version 1.0.1724.0 schließt beide Lücken.

 

 

Mehrere Sicherheitslücken bei WordPress

 

Das Content-Management-System WordPress wird von vielen Unternehmen, aber auch von Einzelpersonen für die Gestaltung und Befüllung eigener Websites und Onlineshops genutzt. Nun wurden gleich mehrere Schwachstellen aufgedeckt, die es Angreifenden ermöglichen, Benutzende umzuleiten, die Website zu verändern oder Phishing-Angriffe durchzuführen. Es steht bereits ein Update (Version 6.5.5) zur Verfügung. Die neue Version 6.6 ist für Mitte Juli angekündigt.

 

 

BSI-Warnung vor Kaspersky-Virenschutzsoftware bleibt relevant

 

Bereits im März 2022 warnte das BSI gemäß §7 BSI-Gesetz (BSIG) vor der Virenschutzsoftware des russischen Herstellers Kaspersky. Nachdem die US-Regierung Ende Juni 2024 weitreichende Maßnahmen gegen den russischen Softwarehersteller Kaspersky verkündet hat und ab 20. Juli 2024 keine neuen Verkäufe in den USA mehr abwickelt werden dürfen, bleibt die Warnung weiterhin relevant – auch wenn hierzulande kein Vertriebsverbot im Raum steht.

 

 

Suchen Sie noch die Frequenz oder streamen Sie schon?

 

Als erstes Bundesland hat Schleswig-Holstein das Ende des analogen UKW-Radios beschlossen. Ab 2031 können Sender nur noch digital empfangen werden. Die zum Empfang notwendigen Geräte sind bereits heute fester Bestandteil des "Internet of Things" (IoT) und aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Smart Speaker und Streaming-Geräte sollten allerdings bewusst eingesetzt werden, um Sicherheitsrisiken zu minimieren. Welche vernetzten Geräte nutzen Sie zum Streamen und zum Radiohören?

 

 

IT-sicher in den Sommerurlaub

 

Ob Ferienhaus im Allgäu oder Strandurlaub am Mittelmeer: Damit Ihre Geräte und Daten unterwegs sicher sind und auch zuhause alles glatt läuft, lohnt sich schon vor dem Sommerurlaub ein kurzer IT-Sicherheitscheck: Sind die Sicherheits- und Verschlüsselungsfunktionen von Smartphone, Tablet und Co. auf dem neuesten Stand? Haben Sie Ihre Daten durch Back-ups gesichert? Ist das Heim-WLAN abgestellt?
 

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